Raphael Burger

Meine künstlerische Arbeit sehe ich als ein Werkzeug, um meine persönlichen
Gedanken und ästhetischen Ansprüche in bildliche Form zu bringen. Diese zum
Teil kritischen aber humorvollen, wie auch selbstironischen Bildinhalte werden
durch meine Umwelt, meine Mitmenschen und meine Erlebnisse beeinflusst und
zum Teil auch geformt. All dies hat einen Einfluss auf meine Bildsprache. Ihre
erste bildliche Form finden diese in Skizzen, die später zu Bilder werden können.
Die Skizzen sind Fragmente aus meinem impliziten Gedächtnis, welche sich aus
meinen generellen Interessen bilden. Zum grössten Teil sind das die
Populärkultur, wie Filme, Comics, Mangas, aber auch mein Umfeld und die
Mitmenschen, die mich prägen. Meine Bilder beinhalten vereinzelte Zeichen, die
durch kompositorische Entscheide auf dem Träger arrangiert werden. Es ist eine
Art persönliche Zeichensprache, die meine Sicht auf die Aussenwelt
wiederspiegelt. Bei den Sujets handelt es sich um abstrahierte Rollenträger, die
dazu beitragen, eine Handlung oder ein Geschehnis im Bild suchen zu wollen.
Alle Bilder sind aufs Wesentlichste heruntergebrochen, weshalb man von einem
surrealistischen Minimalismus sprechen könnte. Die Arbeit ist ein humorvoller,
irritierender und selbstironischer Kommentar zu Themen und Gefühlen, die sich
in meinem Leben und in unserer Gesellschaft offenbaren.
Ich handhabe die Malerei offen, wodurch es kein Material gibt, auf welches ich
nicht malen würde. Dasselbe gilt für den Umgang mit den verschieden Farben.
Jede Farbe und jeder Träger hat ein Potential, welches man nutzen kann.
In Bezug auf den Ausstellungsraum habe ich versucht die Bilder so zu hängen,
dass ein spannender Dialog zwischen den Bildern und dem Raum entsteht. Die
Betrachtenden können mit ihrem Blick suchend durch den Raum schweifen und
entdecken immer wieder neue Zusammenspiele zwischen den Bildern und den
Gegebenheiten des Raumes selbst.

raphael.burger@hotmail.com

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