Sarah Marty

«Wohnen ist wie Theater auf der privaten Bühne. Hier bringen wir uns selbst zur Darstellung und wählen auch die Zuschauer selber aus.» 

Dieter Funke

«Ohne Gegenstände könnte das Erleben selbst nicht gegenständlich werden: Ohne Haus keine Innerlichkeit, ohne Tür kein Bewusstwerden, ohne Truhe kein Gedächtnis, ohne Schublade keine Organisation, ohne Spiegel kein Selbstbild, ohne Keller kein Unbewusstes.»

Herbert Fitzek / Andreas Marlovits

«Dinge erscheinen als gegenständliche Varianten des seelischen Selbstverständnisses.»

Herbert Fitzek / Andreas Marlovits

«Ich bin der Raum, wo ich bin.»

Gaston Bachelard

«Das Grossthema der Selbstheit zeigt nicht nur, das menschliches Dasein nicht ohne Bezug auf das Wohnen im Raum begriffen werden kann, sondern auch, dass eigentlich nicht der Mensch den Raum hervorbringt, sondern viel mehr der Raum den Menschen.» 

Matthias C. Müller


«Wie wir uns einrichten, ist doch im Grunde immer eine Inszenierung.» 

Chantal Michel

«Wohnen bedeutet den Übergang von der äusseren Existenzberechtigung zu verhaltenen Freude am eigenen Dasein. Es rettet die Stücke eigenen Seins im Meer der Inseln und Hüllen, die man kaum versteht, denen man misstraut, vor denen man sich zurückzieht.»

Peter Rech

Ich begebe mich auf eine Reise und werfe einen Blick hinein in die Welt des Wohnens. Mein Blick richtet sich zum einen auf den mir unbekannten Wohnraum. Ich überprüfe exemplarisch, wie andere Menschen wohnen, «sich einrichten» und besuche Leute in Cham, in ihren Wohnräumen. Durch Gespräche und fotografische Abbildungen ihrer Innenräume nähere ich mich an den Verhältnissen an, die Mensch und Raum miteinander verbinden. 

Der andere Blick richtet sich auf meinen eigenen Raum. Ausgehend von der Frage, wie ich selbst ​wohnen und was ich besitzen möchte, entsteht im Kesselhaus der Papieri Cham das Projekt «Loft». Darin richte ich mich Stück für Stück mit Dingen ein, die in mir ein Begehren auslösen – Es sind alles Dinge, die ursprünglich aus fremden Wohnräumen stammen. Meine Person tritt so in Beziehung zu den gesammelten Objekten und nutzt diese in einem nächsten Schritt als Inspiration für fotografische Selbstinszenierungen im Loft. 

> STUDIERENDE