Oliver Rickli

Schlaflos in Cham – Bilder eines nächtlichen Streifzugs

Transient Darkness – Ich als Raum

Die Nacht gehört den Schlaflosen. Sie eröffnet ein Zwischenraum, welcher gleichzeitig Problem und Möglichkeit mit sich bringt. Anfang und Ende der Nacht bilden die Grenze zwischen Definiertem und Undefiniertem. Dieses Undefinierte bzw. Ungreifbare findet sich auch im Verschwinden eines Zeitgefühls der Schlaflosigkeit. Hinzu kommt die konstante Konfrontation mit dem eigenen Ich. Die Arbeit lenkt die Aufmerksamkeit bewusst weg vom Subjekt hin zu Spuren der Gesellschaft. Es entsteht ein Fluss von bewussten und unbewussten Bildern, die sich im Kopf tranceartig aneinanderreihen. 

Oliver Rickli verbringt eine Woche schlaflos in der Papieri in Cham. Er dokumentiert auf nächtlichen Rundgängen scheinbar ungenutzte Infrastrukturen: leere Plätze, Häuser, Geschäfte, Fabriken und andere urbane Räume. Die Fotos und Filme werden im Kesselhaus der Papieri filmisch projiziert. Sie sollen eine Perspektive auf eine komplexe Gesellschaft zeigen, die erst durch deren Abwesenheit fassbar scheint.

Ergänzend zur Projektion werden zwei Nachtführungen durchgeführt.

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